STUTTGART

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Le Phono-Cinéma-Théâtre (Liederhalle, Festsaal , 24 juin 1901)

Après avoir été présenté pendant plusieurs mois à l'Exposition universelle de Paris, en 1900, le phono-cinéma-théâtre va entreprendre plusieurs tournées en France et en Europe. À sa tête, nous trouvons Marguerite Vrignault, l'inspiratrice du projet, accompagnée de l'opérateur Félix Mesguich. À Stuttgart, une séance est organisée dans la salle des fêtes de la Liederhalle, le 24 juin 1901 :

Ein Phono-Kinematographisches Theater.
Das Phono-Kinematographische Theater, eine Erfindung von Mad. Brignault-Paris, welches eine Zusammenstellung und ein Zusammenwirken des Kinematographen und Phonographen darstellt, mittels deren den lebenden Bildern scheinbar wirkliches Leben verliehen wird, hat am 24. Juni im Festsaal der Liederhalle in Stuttgart seine erste Vorstellung gegeben und den ziemlich zahlreich Erschienenen einen recht genussreichen Abend bereitet. Das Stuttgarter „Nene Tageblatt“ berichtet darüber: Ein grösserer Teil des Programms bot lediglich kinematographische Vorführungen, zunächst interessante Bilder von der Pariser Weltausstellung und dem Leben und Treiben was dort geherrscht, dann von dem pompösen Leichenbegängnis der Königin Viktoria von England, sowie von einer Schiffstruppenbesichtigung des Präsidenten der französischen Republik, Loubet. Eines der interessantesten Bilder war die Darstellung der Tragödin Sarah Bernhardt als Hamlet in der berühmten Duell-Scene mit Laertes. Das sehr scharf ausgeprägte Minenspiel der Darsteller, das deutlich vernehmbare Aufeinanderklirren der De Degen verleihen dieser Vorführung grosse dramatische Wirksamkeit. Ganz köstlich ist der Balletmeister Jules Moy, bei der Probe am Klavier dargestellt – der richtige Typus eines lebhaften Franzosen, wenn er in Aerger gerät, vor Erbostheit wiederholt vom Sitze aufspringt, raisonniert und gestikulirt und schliesslich wutentbrannt davonrennt. Ferner wurden wir mit dem berühmten Pariser Schauspieler Coquelin dem Aelteren, der in einer Konversations-Scene auch ganz eigenartige, Sangesleistungen zum besten gab, und mit einer französischen Gesangsgrösse, Mad. Cossira, die eine Arie aus Iphigenia in Tauris sang, bekannt gemacht. Ueberaus reizvoll sind die verschieldenen Ballette und Tänze, bei sich denen das Auge an der Grazie und Eleganz der ersten Tänzerinnen der Grossen Oper in Paris ergötzt. Auch die Vorführungen einzelner Scenen aus der Pantomine Der verlorene Sohn war von grosser dramatischer Wirkung. Viel Heiterkeit bereiteten die Variété-Nummern: Little Tich, Mason et Forbes, Foottit und Chokolat etc., lauter drollige Exzentrizitäten. Kurzum – das Publikum unterhielt sich aufs beste an den originellen, in dieser Zusammenstellung hier noch nie gesehenen Darbietungen. Ist der Phonograph heute auch noch weit entfernt, die menschliche Stimme rein und unverfälscht wiederzugeben, strengt das flimmernde kinematographische Bild, zumal da wo es dichte, hastig dahineilende Menschengruppen auf die Leinewand zaubert, das Auge auch etwas an, interessant sind und bleiben diese Vorführungen jedenfalls, und ein Besuch derselben kann jedermann nur angelegentlich empfohlen werden.


Phonographische Zeitschrift, 1901 : 159-160.

liederhalle 01

Stuttgart, 1897 [D.R]

Au programme du spectacle, des vues animées de l'Exposition universelle elle-même, des funérailles de la reine Victoria et une inspection des troupes par le président Loubet. Mais ce qui constitue l'essentiel du spectacle ce sont les films du phono-cinéma-théâtre dont on présente une sélection significative. Si l'on en croit le journaliste, le public a bien réagi à cette nouveauté cinématographique. 

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